Zerynthia polyxena - Osterluzeifalter

(DENIS & SCHIFFERMÜLLER, 1775)

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Falterbeschreibung

Falterbeschreibung: Der Osterluzeifalter ist eine südosteuropäische Art, die früher sehr lokal im Kanton Tessin vorkam.

Die Flügelgrundfarbe ist gelb, auf den Vorder- und Hinterflügeln treten als Zeichnungselemente schwarze, eckige und bogenförmige Flecken auf. Die Hinterflügeloberseite weist rote, manchmal zusätzlich blaue Flecken auf. Die Geschlechter unterscheiden sich hinsichtlich der Färbung kaum.

Eibeschreibung: Das Ei ist rund, leicht abgeplattet und hellbraun bis rötlich. Frisch abgelegte Eier sind gelblich gefärbt; vor dem Schlüpfen der Jungraupe verfärben sie sich dunkel.

Raupenbeschreibung: Die Raupe ist nach dem Schlüpfen grauschwarz. Auf der Oberseite befinden sich zwei Reihen dunkler Flecke. Die erwachsene Raupe ist rötlichweiss mit sechs Reihen schwarzer Flecken und orangeroter Zapfen, die mit schwarzen Borsten besetzt sind. Die Raupe ist auffallend bunt.

Puppenbeschreibung: Die schlanke Puppe ist hellbraun oder beige. Die Befestigung der Puppe erfolgt am Kopf (Kopfschlinge) und am Hinterleibsende.

Ökologie

Ei: Die Eier werden gruppenweise auf die Blattunterseite der Futterpflanze abgelegt. Durch mehrmalige Eiablage auf demselben Blatt sind grössere Ansammlungen möglich.

Raupe: Etwa acht Tage nach der Eiablage schlüpfen die Raupen. Sie leben zuerst gesellig und fressen an zarten Pflanzenteilen wie etwa Blüten. Nach der zweiten Häutung sind die Raupen einzeln auf der Blattunterseite der Futterpflanze zu finden.

Die Raupenentwicklung dauert etwa vier Wochen. Freilandraupen sind oft parasitiert.

Futterpflanze sind Osterluzeiarten wie Aristolochia clematitis und A. rotunda.

Puppe: Die Puppe überwintert, manchmal zweimal.

Falter: In Norditalien fliegt der Osterluzeifalter sehr lokal in der Poebene. Bevorzugter Lebensraum sind dabei Auenwälder; der Falter erscheint zur Zeit der Laubentfaltung.

Der Osterluzeifalter fliegt auch auf besonnten Wiesen an Abhängen der Hügelzone der Südalpen sowie auf Böschungen, Bahndämmen und in Rebbergen.

In der Ebene fliegt der Falter im April, er erscheint oft schon Ende März. In der Hügelzone dauert die Flugzeit etwa von Mitte April bis Anfang Mai.

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Jahreszeitliche Entwicklung

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Verbreitung

Der Osterluzeifalter tritt in der Poebene und in der Hügelzone der Südalpen (Val d'Aosta, Val Sesia, Lago d'Orta, Lago Maggiore und südliches Comer-See-Gebiet) auf.

Der Osterluzeifalter wurde noch in der ersten Hälfte dieses Jahrhunderts an einigen Stellen im Kanton Tessin gefunden. Beobachtungen aus jüngerer Zeit, wonach der Falter immer noch fliegen soll, konnten wir bisher nicht bestätigen.

Gefährdung

Falls der Falter im Kanton Tessin überhaupt noch vorkommt, müsste er als sehr gefährdet angesehen werden.

Schutzmassnahmen: Ermutigend ist ein Versuch aus Norditalien: An einer mit Futterpflanze besetzten Stelle wurden während zwei Jahren Falter ausgesetzt. In der Folge entwickelte sich eine kräftige Population, die selbst den kalten Winter 1984/85 überstanden hat. Es ist durchaus möglich, dass auf diese Art der Osterluzeifalter im Kanton Tessin neu angesiedelt werden könnte.

Bilder

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Ei
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Puppe
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Puppenkopf von oben, Gürtelfaden in Kopfdornen verankert

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Raupen
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Falter, Unterseite

 

 

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